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Successful Failure

Zwischen Berblinger und Battle Royal

Kunst im Museum

© e.tage

Erfolgreich Scheitern? In der Gaming-Welt treibt der BattleRoyal-Modus den Wettbewerb um Erfolg auf die Spitze,indem er das Scheitern als ein wirklich endgültiges Verlierenbeschreibt. Auch Berblinger ist gescheitert. Und doch wurde er mit der Zeit zur Leuchtgestalt der Ulmer Stadtgeschichte. Diese beiden Pole sind die Reibungsflächen der künstlerischen Arbeiten. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 11 diskutieren im Rahmen des Medienkunstcamps über Erfolg und stellen diesen in den Kontext des eigenen Lebens. Sie gestalten anschließend künstlerische Werke und setzen dabei Techniken der neuen Medien ein, wie etwa Videos, Projektionen, 3D Modelling, Augmented Reality oder Videomapping.

Die künstlerischen Ergebnisse werden im Museum Ulm präsentiert. Das Projekt wird während der gesamten Projektzeit unter www.medienkunstcamp.de im Web beworben und dokumentiert. Diese Plattform bietet Fotos, Texte, Sounds und Einblicke in den Arbeitsprozess.

Die Ausstellung ist im Eintrittspreis des Museums enthalten (8 Euro regulär, 6 Euro ermäßigt).

Veranstalter: e.tage medien.bildung
Ausstellungsort: Museum Ulm
Neuer Ausstellungszeitraum: Neuer Termin voraussichtlich im Herbst 2020 oder Frühjahr 2021 wird noch bekannt gegeben.
ÖPNV: Haltestelle „Rathaus Ulm“, Buslinien 4,5,6,46,58,59,70,71,73,77,78,79,84,84x,88,88x,597,763,737,850,870

Das Medienkunstcamp „erfolgreich Scheitern“ beschäftigt sich inhaltlich mit dem Begriff Erfolg. Das Streben nach Erfolg ist omnipräsent. Wer wünscht sich das nicht, ein „erfolgreiches“ Leben? Aber was genau verstehen wir unter Erfolg? Persönlichen Erfolg, wirtschaftlichen Erfolg, gesellschaftlichen Erfolg, sozialen Erfolg? Welchen Einfluss hat das Streben nach „Erfolg“ auf unser Handeln? Gibt es „Erfolgsdruck“? Wenn der Erfolg nicht ins System passt - ist das dann trotzdem ein Erfolg oder Versagen? Ist unbedingter Erfolg das Maß aller Dinge und birgt nicht gerade das Scheitern den Keim für Innovation und Veränderung?

Im Untertitel: „zwischen Berblinger und Battle Royal“ taucht das Begriffspaar auf, das für zwei Erfolgsmodelle steht, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Das System Battle Royal treibt den Wettbewerb um Erfolg auf die Spitze, indem es das Scheitern in diesem Wettkampf als ein wirklich endgültiges Verlieren (der Existenz) beschreibt. Auch Berblinger, der vor den Augen aller ins Wasser gefallen, verlacht, verhöhnt und schließlich einsam gestorben ist, ist gescheitert. Und doch ist er über die Zeiten hinweg eine Leuchtgestalt der Ulmer Stadtgeschichte. Diese beiden Pole sind Aufhängepunkte und Reibungsfläche der künstlerischen Arbeit. Sie bieten den gedanklichen Hintergrund, wenn die Teilnehmenden mit den Dozenten über Erfolg diskutieren und in den Kontext des eigenen Erlebens stellen. Ziel ist es, dass die Teilnehmenden alleine oder in Gruppen eigene künstlerische Werke gestalten, die sich aus dieser Auseinandersetzung heraus ergeben.

Das Besondere bei diesem Kunstcamp ist, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen im Bereich der neuen Medien umsetzen werden. Video, Projektionen, 3D Modelling, Augmented Reality, Videomapping sind neue künstlerische Ausdrucksformen, die die Teilnehmenden kennenlernen werden und je nach Bedarf nutzen können. Begleitet werden sie von vier Medienkünstlern, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte haben und ihre spezifischen Techniken und Herangehensweisen in das Camp einbringen.