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Berblinger auf der Bühne - Suchender, Komiker, Rebell

Verein für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben e. V.

Notencover mit Schrift drauf

© Stadtarchiv Ulm

Albrecht Ludwig Berblinger hat als Person und mit seinen zahlreichen Erfindungen in den letzten zwei Jahrhunderten nicht nur Flugfans und Technik-Freaks fasziniert, sondern auch eine ganze Reihe von Komponisten, Autoren und Theater-, Ballett- und Filmemachern zu Werken über sein Leben und Werk inspiriert.

„Berblinger auf der Bühne“ beleuchtet, als Gesprächskonzert konzipiert, in seinen Vortragsteilen die ungemein vielfältige musikalisch-theatral-filmische Rezeptionsgeschichte Berblingers in den letzten zwei Jahrhunderten. Schwerpunktmäßig nimmt es die Theaterbühne und das Konzertpodium in den Blick. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der lokalen Theatergeschichte.

Die umfangreiche historische Recherche zu den Werken über Berblinger wird mit der Aufführung verschiedener Vertonungen der Berblinger-Geschichte verknüpft. Hier liegt eine Fülle von Material vor, welches vom ersten Musiktheaterwerk über Berblinger, Gustav Pressels Oper „Der Schneider von Ulm oder der König der Lüfte“ (1866), über Hanns Eislers Vertonung von Bertolt Brechts Gedicht „Ulm 1592“ (1934/37) bis hin zu neueren Bühnenfassungen wie etwa Markus Munzer-Dorns Musical „Luftsprünge“ (2000) reicht.

Zwei der aufzuführenden Musikwerke verdienen besondere Aufmerksamkeit. Zum einen Pressels Oper, welche im Jahr 1861 bzw. 1866 in Stuttgart und Ulm aufgeführt wurde und aus der Auszüge erklingen sollen, und zum anderen eine Auftragskomposition des Ulmer Kirchenmusikers Dr. Andreas Weil zur Berblinger-Thematik, welche im Rahmen des Projekts zur Uraufführung gebracht wird. So werden die verschiedenen Zeitebenen, die Berblinger-Geschichte selbst, die Rezeptionsgeschichte und die Gegenwart musikalisch-kompositorisch verbunden.

Das für seine regionalmusikgeschichtlichen Ausgrabungen bekannte Scherer-Ensemble unter der Leitung von Thomas Müller sorgt für die Musik, Gunter Volz für die kulturhistorische Einordnung.