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Spirit Talks

Berblingers Flugversuch liegt in der Vergangenheit, genauso wie diese Veranstaltungen.

Spirit Talk

© Anton Gvozdikov

Berblingers Flugversuch liegt in der Vergangenheit, genauso wie diese Veranstaltungen.

Bei den Berblinger Spirit Talks konnte man nicht etwa mit dem Geist des verstorbenen Berblinger sprechen, sondern im Rahmen unterhaltsamer und inspirierender Talkformate einem Gespräch im Geiste Berblingers lauschen. Visionär denkende Persönlichkeiten hatten hier die Gelegenheit, ihre Ansichten und Ideen vor einem gespannten Publikum darzulegen.Im Anschluss an die Talkrunden vom 2. und 15. Oktober 2020 gab es Konzerte. Die Berblinger Spirit Talks konnten zusätzlich im Live-Stream verfolgt werden. Alle Videos der Veranstaltungen zum Ansehen finden Sie am Ende dieser Seite.

Veranstalter: Stadt Ulm Kulturabteilung; am 2. Oktober in Kooperation mit dem Museum Ulm
Veranstaltungsorte:  Die Events im Stadthaus Ulm fanden am 27. Juni, 1., 13. und 15. Oktober 2020 statt, im Museum Ulm am 25. September, 2. und 16. Oktober 2020.
Alle Veranstaltungen wurden auch als Live-Stream angeboten und können auf dem Youtube-Kanal von "kultur in ulm" nachträglich angesehen werden.

Mitglieder des Kollektivs UTOPIA TOOLBOX zeigen konkrete Beispiele aus der internationalen Arbeit der letzten Jahre:verwirklichte Utopien, solche, die in Arbeit sind, und solche,die noch warten bis die Zeit reif ist. Abschließend bekommt das Publikum eine Mikro-Utopie mit auf den Weg, die am selben Tag noch verwirklicht werden kann.

Termin: 27. Juni 2020 um 18:00 Uhr
Veranstaltungsort: Stadthaus Ulm

In diesem Podiumsgespräch sprechen die Jurymitglieder des Innovationswettbewerbs „Test Test Contest“ über ihre Arbeitsfelder und die Möglichkeiten mit Innovationen gesellschaftliche Veränderungsprozesse anzustoßen. Mit dabei sind: SabrinaAggeler (Sparkasse Ulm), Florian Geiselhardt (Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd), Birgit Kolb (European YouthAward), Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Franz Josef Radermacher (Forschungsinstitut für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung/n), Claudio Rathlef (Social Impact Lab Stuttgart), SabineSchwarzenböck (Kulturabteilung Stadt Ulm), Manfred Spaltenberger(Deutsches Institut für Erfindungswesen), Karla Spiluttini (Ars Electronica Linz).

Termin: 25. September 2020 um 18 Uhr
Veranstaltungsort: Museum Ulm

In zehn Minuten mit dem Transrapid vom Münchner Hauptbahnhof zum Flughafen. Eine an sich tolle Idee, die allerdings nie umgesetzt wurde. Das ist kein Einzelfall, denn die wenigsten Innovationsversuche gelingen. Der Technikhistoriker Prof. Dr.Reinhold Bauer (Universität Stuttgart) zeigt aus historischer Perspektive, dass innovatorisches Scheitern – nicht Erfolg – der Regelfall ist. Im Vortrag wird es darum gehen, anhand einiger Fallbeispiele für gescheiterte Innovationen Einblicke in die„Anatomie des Scheiterns“ zu vermitteln und darüber hinaus deutlich zu machen, was die „Fehlschlagforschung“ zum Verständnis technologischen Wandels beizutragen vermag.

Termin: 1. Oktober 2020 um 18.30 Uhr
Veranstaltungsort: Stadthaus Ulm

Zukunftsforscher Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. F. J. Radermacher spricht in seinem Vortrag über die zentrale Rolle von Innovationen,insbesondere von technischen Innovationen als Schlüssel für die Veränderung der Lebenssituation von Menschen und der Menschheit insgesamt – von der Frühzeit bis zum heutigen Tag. Diskutiert werden ferner technische und gesellschaftliche Innovationen in ihrer Wechselwirkung zueinander.

Termin: 1. Oktober 2020 um 19.30 Uhr
Veranstaltungsort: Stadthaus Ulm

Mann mit Armprothese vor elektronischem Musikinstrument

© Cybernetic Systems

Wir verändern unsere Körper. Etwa wenn wir verloren gegangene Funktionen durch Prothesen ersetzen. Bei einem der Gäste des Talk- und Performanceabends ist das zum Beispiel eine künstliche Hand. Wir können uns durch technische Ergänzungen aber auch ganz neue, ungeahnte Sinneseindrücke verschaffen, Datenspeicher als Implantat im Körper herumtragen oder die Prothese über die eigentlichen Bestimmung hinaus manipulieren. Über die Möglichkeiten des Human Enhancements und die gesellschaftlichen Folgen sprechen und diskutieren Prof. Dr. Bertolt Meyer, Psychologieprofessor in Chemnitz und Hacker seiner eigenen Handprothese und der transhumanistische Philosoph Prof. Dr. Stefan Sorgner aus Rom. Moderation Volker Wüst.

 

Im zweiten Teil des Abends (ab 21.00 Uhr) stellen Bertold Meyer und die Künstler Daniel Theiler und Konstantin Richter das SynLymb-Projekt vor. Bertolt Meyer erzeugt dabei Musik durch seine Gedanken. Er fand einen Weg, seine Armprothese mit dem Synthesizer zu verbinden. Jetzt steuert er Klänge, Rhythmen und Effekte mit Impulsen seiner Muskeln. Nach der Vorstellung des Projekts performt das Trio als Techno-Live Act unter dem Namen „Cybernetic Systems“. Bei diesem Live-Auftritt verschmelzen mit viel Humor Maschine, Mensch und Prothese zu einem audiovisuellen Gesamterlebnis.

Termin: 2. Oktober 2020 um 18.30 Uhr bis 20.00: Vorträge und Diskussion mit Prof. Dr. Stefan Sorgner (Rom) und Prof. Dr. Bertolt Meyer (Berlin/Chemnitz); Moderation Volker Wüst (SWR)
ab 21.00 Uhr:
Einführung in das SynLymb-Projekt und Live-Techno-Act von „Cybernetic Systems“


Bild eines Manens

© Zitt

Als Captain Kirk Ende der 1960er-Jahre seinen Kommunikatorauf klappte, hätte wohl niemand gedacht, dass dieses Gerät 30 Jahre später die Entwickler von Handys inspirieren würde.Auch der Touchscreen ist längst in unseren Alltag eingezogen.Doch: Werden wir in Zukunft unsere Freizeit in einem Holodeck verbringen und dank des Universalübersetzers keine Sprachen mehr lernen? Dr. Hubert Zitt vergleicht seriös und humorvoll die Visionen von Science-Fiction Autoren mit dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik.

Termin: 13. Oktober 2020 um 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Stadthaus Ulm

Portärt einer Frau

© Copyright 2014

SAMSUNG CAMERA PICTURES

In Science Fiction erleben wir Zukünfte, in denen visionäre Vorstellungen des urbanen Zusammenlebens entwickelt werden.Gleichzeitig ist sie Spiegel der Hoffnungen und Ängste der Gegenwartsgesellschaften. Die Berliner Kultur- und Medienwissenschaftlerin Dr. Anke Steinborn zeigt, was wir aus dem Science-Fiction-Genre für die Gestaltung unserer Zukünfte lernen können und bringt uns das sogenannte „Futures Thinking“ näher.Bei dieser Methode tragen Zukunftsvisionen dazu bei, heute anstehende Entscheidungen bewusst und nachhaltig zu gestalten.Wir können erlernen mit allgegenwärtigen Unsicherheiten umzugehen und haben die Chance, uns als visions-, handlungsundzukunftsfähige (Stadt-)Gesellschaft zu profilieren.

Termine: 13. Oktober 2020 um 19:45 Uhr
Veranstaltungsort: Stadthaus Ulm

Collage von Potraits

© Haberland, Wieluch, Geist

Längst entwickeln künstliche Erfinder kreative Lösungen für Schaltungsprobleme, eigene Patente und beweisen mathematische Hypothesen. Nicht selten gehen sie dabei radikaler und effizienter als ihr menschliches Vorbild vor. Aber macht sie dasschon originell? Auch im Kunst- und Kulturbereich kreieren KIbasierteSysteme Bilder, komponieren Melodien oder verfassen Texte. Aber macht das die Maschinen zu Künstlern? Die Gästedieses Abends tragen aus unterschiedlichen Perspektiven zum Verständnis dieser Fragen bei. Mit dabei sind Mads Pankow(Journalist, Philosoph und Politikberater) sowie Sabine Wieluch alias bleebtrack (Informatikerin und Künstlerin)

Termin: 15. Oktober 2020 um 18:30 Uhr
Veranstaltungsort: Stadthaus Ulm

ab 20 Uhr: Musikperformance mit sonicrobots
Bass, Techno und Roboter! Moritz Simon Geist ist ein Medienkunstler, Ingenieur und Roboter-Musiker. Jeder Klang in seinen atemberaubenden Auftritten wird von Robotern gespielt. Kleine Motoren schlagen auf Metall, 3D-gedruckte Robokalimben vibrieren, gerettete Teile von alten Festplatten klicken und schneiden. Bereits seit vielen Jahren widmet sich Moritz Simon Geist dem Entwickeln, Bauen und Optimieren seiner Techno- Roboter. Mit seinen Shows ist er international unterwegs und begeistert sein Publikum in Clubs, auf Kunst- und Musikfestivals aber auch in Spielstätten der Hochkultur, so wie zuletzt in der Philharmonie von Paris. Zum ersten Mal tritt Moritz Simon Geist nun in Ulm auf.